22 Jan. Selfies ausdrücklich erwünscht!
Eigentlich ist dieseMitte 2018 in Tokio eröffnete Digital Art Museum, eine auf 10.000 Quadratmetern inszenierte digitale Welt ohne Grenzen, gespickt mit zahlreichen Lichteffekten und ein Abbild des derzeit technisch möglichen. Doch viel mehr als das, ist es ein Ort der Selbstinszenierung an dem Narzissmus zu Hause ist.
DieseTeam Lab Borderless kann sich seit Eröffnung vor Besuchern nicht retten. Kaum verwunderlich, schließlich trifft die Ausstellung den Nerv einer modernen Gesellschaft , die die Welt um sich herum nicht intensiv betrachtet, sondern als eigene Projektionsfläche nutzt, zur optimalen Selbstdarstellung. Kichernd starten zwei junge Japanerinnen ihre Reise durch dieseMuseum. Wie alle anderen streichen sie sich noch mal durch die Haare, die Lippen zum Schmollmund gespitzt, lächeln sie mal strahlend, mal cool, mal verführerisch in dieseeigene Handy.DieseSzenario ist surreal und dennoch sehenswert. Schnell, bunt, magisch und auffällig soll es sein und genau diesebietet dieseTeam Lab Borderless. Dafür gesorgt haben Architekten , Ingenieure, Programmierer und viele andere Spezialisten, deren Zusammenarbeit so bunt und vielfältig ist, wie dieseProjekt selbst.

Magisch ist allerdings der poetische Raum der unendlich leuchtenden Lampen, die sich in Wänden, Decken und Böden spiegeln. Nur wenige Menschen dürfen gleichzeitig in diesen Raum. So erschafft man Intimität und Kontemplation, aber auch den schönsten Bilderrahmen für dieseeigene Abbild.





DIGITAL ART MUSEUM: teamLab Borderless, 2018, Odaiba, Tokyo
© teamLab
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